Die moderne drahtlose Rundfunkanlage beseitigt das Problem mit der Zuverlässigkeit, bzw. mit der Störanfälligkeit vor allem der Freileitungen. Die drahtlose Rundfunkanlage benutzt die Funkkommunikation sowohl zur Übertragung der Steuersignale, als auch zur Übertragung von Sprachdurchsagen. Sie besteht aus einer Funksendezentrale und akustischen Funkmeldern. Die akustischen Funkmelder werden im Raum ähnlich wie die Lautsprecher der Freileitungsmelder verteilt. Sie beinhalten jedoch außer den Lautsprechern noch einen elektronischen Verstärker und einen Funkempfänger/-sender. Einfache Systeme verwenden nur einen Funkempfänger. Solche akustischen Melder ermöglichen jedoch kein Feedback weder über ihren Status, noch eine Kontrolle des Funkkanals und sind als Warnmittel auch für die einfachsten Applikationen nicht anwendbar. Die drahtlose Rundfunkanlage erfordert also keine direkte Leitungsverbindung zur Zentrale, da die Meldungen und Steuerbefehle per Funk empfangen werden. Sie erfordern jedoch einen Stromanschluss. Am häufigsten werden sie an Masten der öffentlichen Beleuchtung installiert, und in der Nacht, wenn die Beleuchtung eingeschaltet ist, werden die eingebauten Akkus geladen, die dann am Tag als Stromquelle genutzt werden. In einigen Ländern sind auch für diese Systeme freie Funkkanäle vorbehalten, also ist ihr Einsatz verhältnismäßig einfach. Diese Kanäle sind nur dann verwendbar, wenn die drahtlose Rundfunkanlage nur als Infomittel benutzt wird. Ihre Nutzung für die Zwecke eines Warnsystems entspricht jedoch nicht den Sicherheitsstandarden.